Form follows function.

Das Wichtigste an einer Webseite ist natürlich der Inhalt.

Aber das Auge isst schließlich auch mit - und schöner als ein guter Inhalt ist ein sauber strukturierter, optisch angenehm aufbereiteter Inhalt. HTML, CSS, Fonts, Frameworks, Templates und verschiedene technische Helfer lassen Webseiten optisch und technisch modern und in frischem Glanz erstrahlen.

Webauthoring / Webdesign

Manchmal ist es aber nicht ganz leicht, den Überblick zu behalten. Reichte früher vielleicht ein Editor mit Unterstützung für HTML-Elemente aus, ist die Erstellung von Webseiten heute schon fast zu einer Wissenschaft für sich geworden. Sicherlich kann ich dazu technisch vertieft nichts beitragen; aber ich habe mich 2015 einmal bemüht, in einer Serie längerer Blogbeiträge einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge zu geben.

Auch einige andere Tipps und Tricks möchte ich hier sammeln:

Static Site Generators

Mehr in den Bereich der (technisch geprägten) Webentwicklung gehören Generatoren für statische Seiten, kurz static site generators. Im Gegensatz zu Content Management Systemen (CMS) oder Template-Systemen (oder konventionellen Blogs und Wikis) werden die Webseiten damit nicht dynamisch bei jedem Aufruf erzeugt (und ggf. gecached); vielmehr werden statische HTML-Seiten (offline) erzeugt und dann hochgeladen. Man nennt sie daher manchmal auch website compiler, weil sie aus Quellcode Webseiten erzeugen.

Dabei lassen sich aus CMS bekannten Möglichkeiten zur Verwendung von Templates oder Auszeichnungssprachen nutzen und auch eigene Funktionen programmieren. Es ist kein Problem, die fertigen Webseiten aus Templates in Haml, Handlebars, Liquid, Mustache o.ä., die mit in Asciidoc, Markdown oder Textile gefüllt werden, zu generieren und dabei ggf. noch eine Datenbank anzubinden, Menüstrukturen, Kategorien und Tags automatisch zu erzeugen; daher lassen sich sehr viele Webangebote auf diese Weise ressourcensparend und sicher erzeugen, muss doch auf dem Webserver keine Scriptsprache mehr laufen. Seine Grenzen findet diese Technik nur dort, wo Interaktivität erforderlich ist, wenn also bspw. Datenbankabfragen möglich sein oder Kommentare abgegeben werden sollen.

Doch auf dafür sind Lösungen denkbar; so ist eine recht weit verbreitete Anwendung von static site generators tatsächlich der Betrieb eines Blogs, sei es ohne Kommentare oder unter Rückgriff auf externe Dienste wie Disqus. Und sogar ein Wiki kann man so (ähnlich) implementieren; ikiwiki ist ein wiki compiler und damit ein recht enger Verwandter. Grundsätzlich könnte man sich sogar ein CMS vorstellen, bei dem der Inhalt der einzelnen Seiten in einer Datenbank gespeichert wird und die Webseiten dsaraus nicht dynamisch bei jedem Aufruf erzeugt werden, sondern statische Seiten nach jeder Änderung.

Mehr dazu:

Ich selbst bin mittlerweile ein großer Freund dieser Vorgehensweise; die Mehrzahl meiner Webseiten habe ich in den letzten Jahren entsprechend umgestellt.

Nanoc

Als den static site generator meiner Wahl nutze ich dabei Nanoc. Auch diese Webseiten sind - unter anderem - damit erstellt. Die folgenden Links beziehen sich allerdings größtenteils noch auf die (überholte) Version 3.

Lizenz

Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-SA 3.0 DE lizenziert; er darf unter Namensnennung des Autors nicht-kommerziell weitergegeben und auch bearbeitet werden, soweit das neue Werk gleichfalls wieder dieser Creative-Commons-Lizenz unterliegt. Die Einzelheiten ergeben sich aus dem Lizenzvertrag.