Sunday, August 15. 2010
Ich habe heute die bereits seit Juni im Prinzip fertige neue Version 0.9 von yapfaq released, die im Vergleich zur bisherigen Version 0.8.2 nur wenige Änderungen aufweist:
Packaging geändert
Neue Versionen von yapfaq können jetzt einfach durch Kopieren des Tarballs über die vorherige Version installiert werden, ohne die Konfiguration zu überschreiben; Beispiel-Konfigurationsdateien sind entsprechend umbenannt.
Kleine Änderungen an den Headern der erzeugten Postings
Das Standard-Format für die Message-ID hat sich geändert; nunmehr wird das internationale Datumsformat verwendet.
Wenn im Subject:-Header ein Platzhalter für die letzte Änderung der FAQ vorgesehen ist, wird dieser ersatzlos entfernt, falls das Änderungsdatum nicht extrahiert werden kann, bleibt also nicht mehr einfach stehen.
Und schließlich werden Test-Postings jetzt als solche gekennzeichnet, sie enthalten keinen Supersedes:-Header mehr, sondern nur noch eine entschärfte Version, und ihre Message-ID enthält nunmehr zwingend einen Timestamp, um mehrfache Tests - am selben Tag - zu ermöglichen.
Die Dokumentation wurde entsprechend aktualisiert.
Die aktuelle Version steht jeweils auf meiner Downloadseite
zur Verfügung.
Saturday, August 14. 2010
Über die Qualität journalistischer Beiträge zu lästern ist zweifellos billig, schließlich kann niemand alles wissen - dennoch kann man sich manchmal eigentlich nur wundern.
Da gibt es einen Verlag, der sich - durchaus mit Recht - als “Verlag für Notfallmedizin” bezeichnet, neben Fachliteratur vor allem auch anerkannte Fachzeitschriften für den Bereich des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes herausgibt und in der Redaktion dieser Zeitschriften namhafte Fachleute zusammengebracht hat. Dieser Verlag stellt im Netz auch aktuelle Kurznachrichten zusammen, die zugleich als Newsletter verteilt werden. Einer dieser Kurzbeiträge trägt die Überschrift “Berufsprozess gegen ehemaligen Leiter der Rettungswache Saarburg” - wer die damalige Berichterstattung verfolgt hat, erinnert sich direkt an den Skandal, als als mutmaßlicher Verursacher von gezielten Störungen auf dem Funkkanal für den Rettungsdienst im Bereich der Integrierten Leitstelle Trier, der immer wieder - und nur - grenzüberschreitende Einsätze des Rettungshubschraubers “Air Rescue 3” aus Luxemburg behinderte, der Leiter einer Rettungswache in diesem Rettungsdienstbereich ermittelt wurde. Allerdings klingt die Überschrift doch etwas irritierend - denn warum sollte ein berufsrechtliches Verfahren durchgeführt werden, zumal bereits vor Jahren eine strafrechtliche Verurteilung erfolgte?
Die Lektüre des Beitrags ergibt dann auch, daß es mitnichten um ein Berufs-, sondern um ein Berufungsverfahren geht und vor dem Landgericht Trier die Berufungshauptverhandlung stattfindet, nachdem offenbar Staatsanwaltschaft wie Angeklagter gegen das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts Trier Rechtsmittel eingelegt haben. Dennoch findet sich derselbe Schreib- (oder Verständnis-?) Fehler auch im Beitrag selbst. Und im weiteren Verlauf wird es nicht besser, erfährt der erstaunte Leser doch, daß die erneute Verhandlung vor dem Landgericht erforderlich wurde, weil Staatsanwalt und Verteidigung in Revision (!) gegangen seien. Seltsam dann nur, daß offenbar statt einer Revision vor dem Oberlandesgericht eine Berufung vor dem Landgericht verhandelt wird ...
Sicher, es handelt sich nicht um einen juristischen Fachverlag, von dem man zwingend die Kenntnis des Unterschiedes zwischen Berufung und Revision erwarten kann - aber ist denn auch die Kenntnis des Begriffs “Berufung” (nicht Beruf!) zuviel verlangt? Und warum berichten die anderen Medien - bspw. der SWR - korrekt über eine Berufungseinlegung (statt einer Revision)? Hieße es an einen Fachverlag zu hohe Ansprüche zu stellen, wenn man erwartet, diese in der allgemeinen Presse schon zwei Tage früher veröffentlichte Nachricht (oder die zugrundeliegende Agenturmitteilung oder Pressemitteilung ...) richtig zu übernehmen? Insbesondere, wenn zum Redaktionsstab der Fachzeitschrift “Rettungsdienst” auch kompetente Juristen gehören, die man im Zweifelsfall fragen kann?
Saturday, June 19. 2010
Nach dem gestrigen Release der praktisch komplett neu geschriebenen Version 0.3 von checkmail kann ich heute die Version 0.4
von checkmail ankündigen, die die eigentlich geplanten Änderungen enthält.
checkmail erkennt temporäre Fehler - bspw. auch beim Greylisting - jetzt als solche, statt diese E-Mail-Adressen als nicht zustellbar zu definieren; außerdem werden in jedem Fall die Antworten des Mailservers standardmäßig ausgegeben.
Überdies kann checkmail jetzt selbst eine tatsächlich zufällige - und damit mit hoher Sicherheit nicht zustellbare - E-Mail-Adresse erzeugen, wenn geprüft werden soll, ob der betreffende Mailserver überhaupt schon im SMTP-Dialog die Zustellbarkeit überprüft (ansonsten sind positive Antworten keine Garantie für die Existenz der geprüften Adresse). Die übrigen Konfigurationsangaben (der zu verwendende Absender und die Angaben für HELO/EHLO) können nun nicht nur im Script definiert, sondern auch auf der Kommandozeile übergeben werden.
Die Dokumentation wurde entsprechend aktualisiert.
Die aktuelle Version steht jeweils auf meiner Downloadseite
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Friday, June 18. 2010
Nach rund 5 Jahren Pause habe ich nunmehr eine neue Version 0.3 von checkmail released, einem Kommandozeilen-Tool zur Überprüfung der Zustellbarkeit von E-Mail-Adressen.
Im Prinzip wurde das Script komplett neu geschrieben, modularisiert, neu strukturiert und in den Kommentaren vereinheitlicht. Außerdem habe ich die Ausgaben neu gefaßt und ausführlicher gemacht; MXe werden jetzt zuverlässig in der nach dem DNS vorgegebenen Reihenfolge ausprobiert, Multi-Line-Antworten ordnungsgemäß protokolliert und der Exit-Status bei der Batch-Verarbeitung von Adressen sinnvoll gesetzt (womit zugleich eine Veränderung der Bedeutung des Exit-Status verbunden war).
Außerdem wurde die Dokumentation im POD-Format in das Script integriert und ins Englische übersetzt und ein Changelog hinzugefügt.
Die aktuelle Version steht jeweils auf meiner Downloadseite
zur Verfügung.
Thursday, May 13. 2010
Soeben habe ich eine neue Version 0.8.1 von yapfaq released, die im Vergleich zur bisherigen Version 0.7 nur noch vergleichsweise kleine Änderungen aufweist:
PGP-/GPG-Support entfernt
Die Unterstützung für das Signieren von Postings ist ersatzlos entfallen. Es bestehen ausreichende Möglichkeiten, dies extern zu lösen, bspw. über tinews.pl; daher gibt es keinen Anlaß, den dort enthaltenen Code in yapfaq zu duplizieren. Seit der letzten Version ist der Aufruf - bspw. - von tinews.pl direkt aus yapfaq heraus möglich.
Konfiguration
Die in der Konfigurationsdatei yapfaq.cfg mögliche Definition des Schemas für die Erzeugung der Message-ID kann jetzt auch einen Platzhalter für einen Unix-Timestamp enthalten.
Außerdem kann die in der letzten Version hinzugefügte Möglichkeit, zum Posten ein externes Programm zu verwenden, nunmehr auch in der Konfigurationsdatei .yapfaqrc definiert werden, nicht nur über den Kommandozeilenparameter “-s”.
Kleinere Änderungen und Fehlerbehebung
In der Konfigurationsdatei yapfaq.cfg wurden optionale Einstellungen als solche gekennzeichnet und auskommentiert, außerdem die Optionen mit einheitlichen Erläuterungen als Kommentar versehen.
Die Dokumentation wurde um bisher fehlende Optionen und die Erläuterung der voranstehenden ergänzt. Außerdem enthält sie jetzt Links zum Git-Repository und zum Bugtracker.
Die aktuelle Version steht jeweils auf meiner Downloadseite
zur Verfügung.
Update: Nachdem Version 0.8 nicht lauffähig war, ist dieser Fehler in Version 0.8.1 behoben.
Es scheint wie verhext: Nachdem es gestern die DENIC glücklich geschafft hat, den Großteil des deutsch(sprachig)en Netzes offline zu schalten, hat sich heute einer der größten deutschen Provider bemüht, zu beweisen, daß er das auch hinbekommt. 1&1 (United Internet), die nicht nur einer der größten Webspace- und Mietserveranbieter in Deutschland sein dürfte, sondern auch eine beträchtliche Rolle als Anbieter von Internetzugängen (DSL) und Internettelefonie (VoIP, SIP) spielt und zudem mit GMX und web.de die beiden vermutlich größten Freemaildienste betreibt, hatte Schwierigkeiten mit einem zentralen Router, mit der Folge, daß alle diese Dienste aus bestimmten Netzsegmenten nicht zugänglich waren, unter anderem von Strato aus und aus den Einwahlnetzen von Alice und - teilweise - der Deutschen Telekom AG.
Überraschend finde ich, daß man das Problem wohl erst mit knapp einstündiger Verspätung bemerkt - oder erst dann das Social-Media-Team aktiviert - hat. Kurz danach war der Spuk dann auch wieder vorbei.
Mit dem gestrigen Nameserver-Ausfall hatte das Problem aber - ersichtlich - nichts zu tun.
Am gestrigen Tage war ein guter Teil des deutschsprachigen Internets nicht erreichbar, weil die Nameserver der DENIC fehlerhaft arbeiteten. Aber was genau war passiert?
Grundlagen des DNS
Zunächst eine - verkürzte und oberflächliche - Einführung in die Grundlagen des Domain Name Systems (DNS).
Allen mit dem Internet verbundenen Rechnern - seien es Web- oder Mailserver oder der heimische Rechner zuhause, mit dem man “online geht” - ist eine numerische IP-Adresse zugewiesen, die auf technischer Ebene genutzt wird, um mit einem dieser Rechner zu kommunizieren. Weil es aber u.a. ausgesprochen unpraktisch ist, sich mehrere Milliarden Nummern zu merken, benutzt man in der Regel nicht die IP-Adresse eines Rechners, sondern einen Namen; dieser Name muß aber von der verwendeten Software wieder in die zugehörige IP-Adresse umgesetzt werden. Zu diesem Zweck kann die zu einem Namen gehörende Adresse bei einem DNS-Server abgefragt werden.
Um die Last der ungezählten Abfragen zu verteilen und die Vielzahl der bestehenden Domains und Rechnernamen handhabbar zu machen, aber auch, um die Verantwortung für Domains delegieren zu können, ist das DNS hierarchisch organisiert. Jeder DNS-Server muß (nur) die festen IP-Adressen der sog. Root-Nameserver kennen; alle weiteren notwendigen Auskünfte erhält er durch rekursive Anfragen bei den jeweils zuständigen Nameservern. Nehmen wir an, es wird die IP-Adresse für den Rechner www.th-h.de gesucht. Ein DNS-Server würde zunächst bei einem der Root-Nameserver nachfragen, wer denn für die Top-Level-Domain “.de” zuständig ist; der Root-Nameserver würde ihn dann an einen der Nameserver der DENIC verweisen. Unser DNS-Server fragt jetzt einen dieser Nameserver, wer denn für “th-h.de” zuständig sein mag, und erhält dann als Antwort die Nameserver meines Providers. Diese wiederum fragt er dann nach “www.th-h.de” und erhält schließlich die korrekte IP-Adresse.
Soweit der grundsätzliche Ablauf. Hinzu kommt, daß Rechner von Endbenutzern üblicherweise diese rekursiven Abfragen nicht selbst vornehmen; ihnen sind vielmehr ein oder mehrere DNS-Server des jeweiligen Providers zugewiesen, denen sie ihre Fragen stellen. Diese DNS-Server übernehmen dann einerseits den Aufwand der rekursiven Abfragen und speichern andererseits die Antworten für eine gewisse Zeit zwischen, um bei neuen Anfragen nach genau diesem Hostnamen ohne erneute Abfrage sofort antworten zu können.
Continue reading "Das .de-Internet steht still, auch wenn DENIC das nicht will"
Sunday, April 18. 2010
Twitter fand ich immer schon überfüssig. Das hat sich eigentlich auch nicht geändert. Trotzdem habe ich dort jetzt einen Account (und suche momentan noch, was man damit sinnvollerweise anfängt). Immerhin kann man Twitter mit diesem Blog hier verheiraten, in beide Richtungen. Das ist total modern und sicher sehr cool, aber eigentlich noch kein echter Mehrwert. Mal sehen.
Vielleicht brauche ich auch einfach noch eine dazu passende technische Spielerei, bspw. ein mobiles Endgerät, um dann Szlauszaf 2.0 zu werden? *kopfkratz*
... erzählt ab jetzt (hoffentlich regelmäßig) das Tomatenblog, dessen Protagonisten im vergangenen Jahr auch schon in diesem Blog eine Rollte spielten - allerdings kam ich aufgrund meiner erneuten Blogpause nicht mehr dazu, vom erfolgreichen Ausgang der Geschichte zu berichten.
Eine Kurzzusammenfassung findet sich jetzt immerhin im Tomatenblog. Und wir erwarten natürlich zukünftig ein wöchentliches Statusupdate! 
Thursday, April 15. 2010
Gestern habe ich eine neue Version 0.7 von yapfaq released. Im Vergleich zur Version 0.6.2 ergeben sich folgende wesentlichen Änderungen und Neuerungen:
Konfiguration über .rc-Datei
Es sind keine Einstellungen in yapfaq.pl selbst mehr erforderlich; alle Konfigurationsparameter - zu nutzender Newsserver, Benutzername und Paßwort für diesen, etc. pp. - können jetzt in der Datei .yapfaqrc eingestellt und geändert werden.
Außerdem kann über den neuen Kommandozeilenparamter “-c” eine andere .rc-Datei übergeben werden; auf diese Weise lassen sich bspw. durch Angabe unterschiedlicher .cfg-Dateien in verschiedenen .rc-Dateien auch verschiedene FAQ-Sammlungen durch yapfaq bearbeiten.
Posten über externes Programm
Statt die FAQs durch yapfaq selbst posten zu lassen können diese nunmehr auch per Pipe an ein externes Programm weitergegeben werden, das durch den neuen Kommandozeilenparamter “-s” definiert wird, bspw. inews aus dem INN-Paket oder den mächtigeren Ersatz tinews.pl, den man von ftp.tin.org herunterladen kann. Selbstverständlich kann dieses externe Programm auch cat, mail o.ä. sein - je nachdem, was man erreichen möchte.
Kleinere Änderungen und Fehlerbehebung
Der Kommandozeilenparamter “-h” gibt jetzt nicht mehr nur Version und Kommandozeilenparameter aus, sondern stattdessen die komplette man-Page; Version und Copyright erhält man über den neuen Kommandozeilenparamter “-V” ausgegeben.
Die Statusinformationen - letztes Posting der FAQ und dessen Message-ID - werden jetzt nur noch nach erfolgreichem Posten (bzw. wenn das mit “-s” aufgerufene Programm den Exitcode “0” zurückgibt) gespeichert.
Ein Anmeldeversuch am Newsserver erfolgt nur noch, wenn ein Benutzername gesetzt ist.
Und schließlich ist die Angabe des Formats für die Message-ID jetzt optional; für den Default wird der Hostname des Systems als FQDN herangezogen. Bei ungültigen Angaben für Expires und Message-ID-Format wird jetzt korrekt der Default eingesetzt; außerdem finden beim Laden der Konfigurationsdatei (standardmäßig yapfaq.cfg) nunmehr weitere Überprüfungen statt.
Die aktuelle Version steht jeweils auf meiner Downloadseite zur Verfügung.
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