Saturday, June 19. 2010
Man sollte es kaum glauben: schon 14 Tage, nachdem ich drei fehlzugestellte Sendungen in einem Fach “meiner” Packstation vorgefunden habe, sind diese (hoffentlich) auf dem Weg zu den richtigen Empfängern. Nicht etwas, daß DHL sich auf meine Fragen hin gemeldet hätte - nein, trotz Wiederholung meiner Anfrage vom 06.06. am 13.06. herrscht dort weiter Schweigen im Walde.
Vergangenes Wochenende hatte ich jedoch meine Rufnummer in der “Post”-Filiale hinterlassen, am vergangenen Dienstag hatte mich dann ein Zusteller von DHL zurückgerufen, der sehr hilfsbereit war und anbot, die Sendungen bei mir abzuholen und richtig einzulegen; da ich allerdings - wie der Großteil der arbeitenden Bevölkerung - tagsüber in der Regel nicht zuhause bin, wurde daraus nichts. Stattdessen sind wir so verblieben, daß ich am kommenden Samstag - also heute - die Sendungen in der o.g. Filiale abgebe, er sie dort bei nächster Gelegenheit einsammelt und dann in die Packstation verpackt, in der Hoffnung, daß die Empfänger das Warten noch nicht aufgegeben haben. So geschah es dann auch heute, und ich hoffe, daß dieses Kapitel damit abgeschlossen ist.
Von DHL bin ich schwer enttäuscht; es kann eigentlich nicht sein, daß ein Konzern für Probleme in diesem Bereich seiner Kernkompetenz offensichtlich keine Prozesse hat bzw. zwei Wochen lang nicht reagiert. Die Mitarbeiter sowohl der Post/Postbank - oder was auch immer - als auch bei DHL sind aber offenbar trotz vermutlich eher unschöner Arbeitsbedingungen überobligatorisch engagiert; das ist wenigstens ein Lichtblick.
(Übrigens habe ich von meiner eigenen vermißten Sendung natürlich noch nichts gehört und daher am vergangenen Sonntag bei Amazon den Verlust gemeldet. Antwort gab es am Sonntagnachmittag, die Ersatzlieferung traf Mitte der Woche ein. So geht das also auch.)
Sunday, June 13. 2010
Ich berichtete ja am vergangenen Wochenende von meinem Packstations-Erlebnis der besonderen Art.
Der aktuelle Stand der Dinge ist nunmehr der, daß ... sich bisher nichts getan hat. Weder hat sich DHL herabgelassen, mir mitzuteilen, was mit der erwarteten Sendung geschehen ist, noch wollte man mir erklären, wie ich die drei nicht an mich gerichteten Sendungen wieder loswerde. Erwartungsgemäß war die nächste “Post”-Filiale - konkret eine Niederlassung der Postbank, aber das merkt man nur bei genauem Hinsehen - nicht in der Lage, mir weiterzuhelfen, weil die Packstationen von DHL betrieben werden; immerhin wurde mir angeboten, mal den Auslieferfahrer danach zu fragen, was man denn am klügsten tun könne.
Mir ist das ziemlich unverständlich, und an Stelle der drei Empfänger, die jetzt auf ihre Sendung warten, fände ich das sehr ärgerlich.
Ganz anders übrigens bei Amazon: Ich habe dort heute die erwartete Sendung unter kurzer Schilderung der Sachlage als Verlust gemeldet und bekam wenig später (obschon heute Sonntag ist!), die Bestätigung, daß eine Ersatzlieferung veranlasst wurde. So kann Kundenservice auch gehen ...
Wo Licht ist, ist auch Schatten ...
Falls jemand wie ich einen tollen PX2370 von Samsung sein Eigen nennt, das Zusatzprogramm “MagicTune”, das eine Konfiguration des Bildschirms am Rechner statt mit dem On-Screen-Menu ermöglichen soll, installiert und danach vor einem permanent rebootenden Rechner (Windows XP SP3) steht, dem sei zunächst gesagt, das man den Reboot-Loop im Windows-Bootmenü (während des Windowsstarts F8 zweimal drücken) abstellen kann; dann bekommt man stattdessen einen Bluescreen. Wenn man - zurecht - vermutet, daß “MagicTune” der Bösewicht ist und das auch bei Google bestätigt findet, dann rebootet man in den abgesicherten Modus und deinstalliert das Programm wieder.
Fertig.
*brummel*
Saturday, March 27. 2010
Wie ich schon erwähnte, kann ich bis zum Ende des Monats meine vorhandene BahnCard (2. Klasse) auch zum ermäßigten Erwerb von Fahrkarten der 1. Klasse verwenden, und dieser Versuchung bin ich - natürlich - erneut erlegen, als sich die Frage stellte, wie wir wohl am besten an diesem Wochenende ins Rheinland kommen, um dort der Vollendung eines Lebensjahres beizuwohnen. Ich freute mich schon darauf, diesmal sogar über eine längere Strecke die entsprechenden Annehmlichkeiten in einem ICE zu nutzen, gemütlich und (meistens) in Ruhe zu sitzen und vielleicht das eine oder andere Stündchen zur weiteren Vervollständigung dieses Blogs nutzen zu können.
Leider muß man sagen: zu früh gefreut. Daß wir mit unser Reservierung nicht im Großraumwagen gelandet sind, sondern im Abteil, kann man der Bahn nicht vorwerfen. Auch die an Jahren bereits fortgeschrittene Dame, die sich einfach auf einen der reservierten Plätze gesetzt hatte, weil sie “nicht rückwärts fahren” kann, mit der Folge, daß wir nicht nebeneinander sitzen konnten, ist nur bedingt ein Problem der Bahn (und daß ich zunächst selbst mit dem Rücken gegen die Fahrtrichtung saß, obschon ich weiß, daß ich das nicht gut vertrage, erst recht nicht, wenn ich dabei am Bildschirm arbeite, habe ich nur mir alleine zuzuschreiben). Aber als ob das nicht genügen würde, um mir die Freude an der “erstklassigen” Fahrt zu nehmen, war das gesamte Abteil offenbar durch Vornutzer “geflutet” worden: der Tisch auf Ober- und Unterseite klebrig von Limonaden (der Farbe nach) und Bier (dem Geruch nach), der Fußboden so getränkt, daß das Anheben der Schuhe nur gegen klebrigen Widerstand möglich ist, und über den Zustand der Sitze habe ich lieber nicht nachgedacht - wichtiger war, vor jedem Griff und jeder Bewegung darauf zu achten, wo man sich möglicherweise hineinsetzt. Und das, so denke ich, kann man der Bahn durchaus vorwerfen, denn die Sauberkeit ihres Wagenparks halte ich für ihre Sache.
Friday, February 12. 2010
Nachdem es jetzt - schon wieder! - Winter ist, muß ich doch einmal meinem Unmut über die Tücken des Autofahrens bei Schnee Luft machen. Das Problem ist dabei nämlich weniger die Witterung (zumindest die Haupt- und Durchgangsstraßen sind in der Regel ausreichend geräumt, gestreut oder jedenfalls befahrbar), sondern vielmehr die automobile Kompetenz der meisten Verkehrsteilnehmer. Es gibt auch bei Schneefall oder gar schneebedeckter Straße wenig Grund, zu schleichen oder seltsam Fahrmanöver vorzunehmen, und es gibt gar keinen Grund, bei weitgehend schneefreier Straße eine Geschwindigkeit von 30 km/h nicht zu überschreiten und zumeist mit nur 20 km/h zu schleichen! *grrrr* Selbst dann nicht, wenn der Fahrer optisch den Eindruck vermittelt, die Erfindung des Automobils noch persönlich miterlebt zu haben ...
Tuesday, February 2. 2010
Daniel war in den letzten Tagen so nett, meine Rechner in sein Nagios mitaufzunehmen, so daß die dort angebotenen Dienste in der Überwachung mit drin sind und ich bei Ausfällen eine Benachrichtigung per E-Mail (und dann teilweise auch per SMS) erhalte. Gestern abend war ich dann auch gerade zu Bett gegangen, als nacheinander mehrere SMS eintrudelten, die einen Ausfall meines privaten Servers meldeten. Also bin ich erschrocken noch einmal aufgestanden und habe mir die Sache angesehen: die Maschine war tatsächlich nicht erreichbar, und zu meiner Überraschung stand auch das über das Webinterface des Providers steuerbare “Rettungssystem” - eine Möglichkeit, in ein Minimalsystem zu booten und sich die Maschine mal näher anzusehen - nicht zur Verfügung. Nach gut einer Stunde Bastelei habe ich eine eilige E-Mail an die Hotline geschrieben und wollte gerade wieder zu Bett gehen, als die nächsten SMS eintrudelten, die meldeten, das System sei wieder verfügbar, was allerdings nur teilweise zutraf.
Inzwischen scheint alles wieder gut zu sein, und ein kurzer Blick auf das System - nach einer ebenso kurzen Nacht - hat den Verdacht bestätigt, den ich heute nacht dann schon hatte: es handelte sich um keinen Ausfall, sondern eine geplante Wartung bzw. einen Umzug der Maschine! Den hatte man mir im vergangenen November (!) bereits mit einigen Wochen Vorlauf angekündigt, die Wartung wurde aber nie durchgeführt, und Rückfragen beim Support ergaben auch nur, daß die Maschine eigentlich hätte umgezogen werden sollen, man sich das auch nicht erklären könne, mir aber Bescheid geben würde, wenn man das nachhole. Offenbar hat man das aber vergessen (oder verwechselt meinen Server mit dem eines anderen Kunden ...), so daß es dann zu dieser überraschenden Downtime kam.
Im übrigen ist es bei der Downtime nicht geblieben; man hat sich offenbar zu der Maschine (eigentlich ein Miet- oder auch sog. “Rootserver”, der vom Kunden, also mir, selbst gepflegt wird) Zugang verschafft und etliche Konfigurationsänderungen vorgenommen (u.a. auch eine Änderung, die alle 5 Minuten stapelweise Fehlermeldungen ins Logfile schreibt) und einen anderen Kernel installiert. Der Hintergrund scheint zu sein, daß die Maschine nicht (nur) umgezogen wurde, sondern nunmehr auch eine im ursprünglichen Vertrag nicht vorgesehene serielle Konsole erhalten hat. Grundsätzlich ist so etwas ja nett, aber daß man einfach an Kernel und Konfiguration herumschraubt (ohne wissen zu können, welche Änderungen ich vielleicht in Kernel und Userland vorgenommen habe und ohne mich über die seitens des Supports vorgenommenen Änderungen zu informieren), finde ich nicht so wirklich prickelnd. 
Sunday, January 17. 2010
*tiefseufz* Murphy ist wirklich ein teuflisch fieser Kerl.
Jetzt hatte ich - mit Unterbrechungen - mehrere Wochen Urlaub. Heute ist der letzte Abend. Ab morgen geht es wieder richtig los. Und ausgerechnet heute abend entscheidet sich mein Homeserver, an dessen Standort ich mich nicht mehr regelmäßig aufhalte, dazu, Mucken zu machen. Will sagen: er ist nicht mehr erreichbar, und die Versuche, daran auf telefonischem Wege etwas zu ändern, ergeben nur, daß er offensichtlich ernsthafte Netzwerkprobleme hat - der Ethernet-Link ist offenbar tot oder jedenfalls zu nichts mehr zu gebrauchen. :-/ Das heißt, für die nächsten Tage bin ich von News und Mail weitgehend abgeschnitten, ganz abgesehen davon, daß mich so etwas gerne mental ziemlich blockiert. Dabei hatte ich damals, im Sommer letzten Jahres, eigentlich gehofft, die Probleme an der Netzwerkkarte isoliert und behoben zu haben. Dem war aber offenbar nicht so - entweder hat es jetzt auch die zweite NIC gerissen (eher unwahrscheinlich), oder das Kabel hat einen Schlag weg. Letzteres wäre am unangenehmsten, denn mit dem Verlegen von Netzwerkkabeln habe ich mich noch nie beschäftigt. *seufz*
Friday, November 13. 2009
Heute ist Freitag der 13.
Natürlich sind wir nicht abergläubisch, aber es ist in gewisser Weise schon passend, daß sich ausgerechnet am heutigen Morgen die Maschine, auf der u.a. der Newsserver news.szaf.org und der Mailinglistenserver laufen, weggehängt hat. Offenbar nähern sich die verbauten Platten rapide ihrem EOL; diesen Schluß läßt jedenfalls das zeitliche Zusammenfallen mit I/O-lastigen Aktivitäten wie dem Durchlauf von news.daily und dem automatisierten Backup zu, bestätigt durch den Blick auf die serielle Konsole zu, auf der sich die Maschine logmäßig gesehen entsprechend “erleichtert” hatte (man könnte auch “ausgekotzt” sagen ...). Einen Reboot später war sie wieder da, aber das Raid-Array wirkte in gewisser Weise etwas unsortiert:
Personalities : [raid1]
md7 : active raid1 sdb7[1]
65898496 blocks [2/1] [_U]
md6 : active raid1 sda6[0]
4891648 blocks [2/1] [U_]
md5 : active raid1 sda5[0] sdb5[1]
4891648 blocks [2/2] [UU]
md1 : active raid1 sda1[0]
505920 blocks [2/1] [U_]
Interessant vor allem, daß sich (je nach Partition) teilweise die eine, teilweise die andere Platte weggehängt hat. (Besser gar nicht darüber nachdenken!)
Die gute Nachricht: ein Umzug der Maschine ist schon länger geplant, und der Nachfolger ist bereits seit August gebucht (und zumindest teilweise auch schon eingerichtet). Nur der Umzug der Dienste wartete noch auf das berühmte “freie Wochenende” oder “mal eine Woche Urlaub”. Insofern dürfte es sich empfehlen, die Kiste nach Möglichkeit nicht mehr als unbedingt nötig anzufassen (insbesondere I/O-lastige Aktivitäten zu unterlassen) und den Umzug zu forcieren. Jetzt ist ja zumindest mal Wochenende ...
Wednesday, June 10. 2009
Dieser Tage war mal wieder ein Kernelupdate einzuspielen. Normalerweise mache ich das Maschine für Maschine, um bei möglicherweise auftretenden Problemen nur ein System bis zur Lösung lahmzulegen, und eigentlich nie abend, wenn ich eigentlich nur noch ins Bett gehen sollte. Dieses Mal dachte ich mir, das könne ich “noch eben schnell” erledigen - famous last words. Und weil es schnell gehen sollte, habe ich den Update-Prozess mehr oder weniger gleichzeitig gestartet und die ersten beiden Maschinen dann auch parallel rebootet. Während ich dann darauf wartete, daß sie ordnungsgemäß wieder hochkommen, hatte ich die übrigen Updates durchlaufen lassen.
Nur ... kamen die beiden rebooteten Maschinen nicht wieder hoch. Nada. Und natürlich handelte es sich dabei um gehostete Server, und natürlich um ältere solche, die über keine remote console verfügen. Nicht, daß mir das zwingend geholfen hätte.
Also hilft nur fluchen und ein Reboot in das sog. Rettungssystem, ein Minimal-Linux, das eine Untersuchung des Systems erlaubt. Und während ich noch grübelte und in den Logs nach möglichen Ursachen suchte, kam mir auch schon ein Gedanke - beides waren Altsysteme, die als Bootloader noch mit LILO, nicht grub, ausgestattet sind. Und ich konnte mich jedenfalls nicht bewußt erinnern, beim Upgrade irgendwelchen Output von LILO gesehen zu haben ... Also die Partitionen ins Rettungssystem mounten, in das Echtsystem chrooten, lilo ausführen, unmounten, das Echtsystem rebooten und das beste hoffen.
Und, siehe da: das war die Lösung.
Jetzt frage ich mich nur: War das immer schon so, daß man bei einem Debian nach dem Kernelupdate von Hand lilo ausführen mußte? Oder wurde das früher - unter Sarge oder Lenny - nicht automatisch von einem postinstall-Script gemacht? kopfkratz Und wenn letzteres: wie stelle ich dieses Verhalten wieder her?
Saturday, May 16. 2009
Da trudelte doch am gestrigen Freitag eine Anfrage über das Kontaktformular auf meiner Homepage mit der Bitte um Hilfe bei einer bestimmten Fragestellung (im Zusammenhang mit Newsgroups und einer schulischen Aufgabe) ein. Man weiß ja nie, wie sehr es dabei eilt, also nutze ich heute die anstehende Zugfahrt und stelle eine ausführliche Antwort - der Mailclient zählt rund 170 Zeilen, inkl. Quotes - mit Links zu weiterführenden Texten zusammen, die ich von unterwegs noch absende (immerhin habe ich jetzt ja eine funktionierende UMTS-Karte ).
Und was ist das Ergebnis? Die angegebene E-Mail-Adresse des Fragestellers (bei einem großen deutschen Freemailanbieter mit drei Großbuchstaben) ist nicht existent. Supersache.
(Vielleicht sollte ich nächstes Mal einfach gar nicht erst antworten. Spart Zeit, die ich eigentlich nicht habe ...)
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