Tuesday, October 31. 2006
Die Bundesnetzagentur bietet auf ihren Webseiten des Abonnements eines Newsletters an - und da es da ja um etliche interessante Thematiken geht, dachte ich mir am Wochenende, ich könnte ihn ja einfach einmal abonnieren.
Bei dem Gedanken blieb es aber bisher, denn das Ausfüllen des bereitgestellten Webformulars führte nur zur Fehlermeldung eines LISTSERV-Servers an mich per E-Mail, ich dürfe diese Liste nicht abonnieren. Soso. Bei Fragen solle ich mich an die Listowner-Adresse (...-request) wenden. Gesagt - getan, und dabei stellte ich dann heraus, daß es nicht bei der Nichtfunktion und der eher kryptischen, zudem englischsprachigen Fehlermeldung bleibt, sondern eine Mail an die Betreiberadresse zu allem Überfluß noch durch ein Challenge-Response-System freigeschaltet werden muß. Das habe ich zwar getan, allerdings noch keine Antwort erhalten (trotz eines CC: an die Pressestelle - die einzige Mailadresse, die auf den Webseiten zu finden war und einigermaßen passend erschien), und ich fürchte fast, das wird auf absehbare Zeit so bleiben.
Diese Vorgehensweise dürfte jedenfalls garantieren, daß ein Newsletterabonnement zumindest einigermaßen fachkundigen und zugleich frustrationstoleranten Interessenten vorbehalten bleibt ...
Gute Nachrichten: die Nutzer von bawue.net dürfen sich vermutlich demnächst über eine Wiederherstellung ihrer verlorenen Daten freuen. Wie der Gäubote berichtet, wurden nicht nur die Täter ermitteln, sondern auch die entwendete Hardware sichergestellt, darunter dann wohl auch das Festplattenraid und die Backups von bawue.net.
Ärgerlich nur, daß die Geschädigten wohl wieder einmal auf ihrem Schaden sitzenbleiben werden, denn daß die im wesentlichen geständigen Beschuldigten, die sich nur wechselseitig die Verantwortung für den Vandalismus zuschieben, jeweils auch nur Teile des von ihnen angerichteten Schadens werden begleichen können, dürfte wohl eine übermäßig optimistische Annahme sein. Viel wahrscheinlicher ist hingegen, daß im Gegenteil die Allgemeinheit für sie wird aufkommen müssen ...
Monday, October 30. 2006
Wer Mailman-Mailinglisten betreibt, wird das Problem kennen: es sammelt sich mit der Zeit - jedenfalls bei offen auf den Webseiten angekündigten oder sonstwie verlinkten Listen - eine ganze Menge Spam an, der zwar in der Regel hängenbleibt, wenn man nur E-Mails von Listenteilnehmern automatisch auf die Liste durchreicht, der dann aber moderiert werden will. Der Aufwand ist dank eines bequemen Webinterfaces nicht so groß - tägliche Hinweismail überfliegen, einloggen, einen Haken bei “discard all”, absenden, fertig -, aber wenn man das jeden Tag für ein halbes Dutzend Listen machen muß, ist das trotzdem ziemlich nervig, und man wünscht sich eine einfachere Lösung.
Mit listadmin hat man sie gefunden. listadmin ist ein Perlscript, das die betreffenden Listen und einige Vorgaben aus einer Konfigurationsdatei ausliest, für jede Liste das Webinterface aufruft und dann für jede zu moderierende Mail Absender, Betreff und Moderationsgrund angibt und auf eine Eingabe wartet. Man kann sich dann Teile oder die ganze Mail ansehen und sie entsprechend freigeben, bouncen oder verwerfen; darüber hinaus können auch automatisch Spam-Score-Header ausgewertet werden.
Das macht den Ablauf einfach: alle Listen in die Konfiguration stecken, einmal täglich das Script aufrufen, Default-Action auf “discard” setzen, und für jede Mail einmal <Enter> drücken, und dann noch einmal für jede Liste mit <Enter> die Übernahme der Änderungen bestätigen. Fertig. Kein Aufwand. Toll. Und das beste: listadmin nutzt das Webinterface, d.h. muß nicht auf dem Mailinglistenhost laufen, sondern kann auf einer beliebigen Maschine installiert werden.
(Man sollte allerdings eher nicht das Debian-Package aus stable benutzen, weil das nur Mailman 2.0 unterstützt, und diese Version dürfte in freier Wildbahn eher selten sein. Nachdem der Tarball aber nur aus Manpage und Script besteht, ist es nicht sehr aufwendig, das an der Paketverwaltung vorbei zu installieren.)
Sunday, October 29. 2006
Inzwischen bin ich am Ziel meiner Wünsche^WReise angekommen, allerdings nicht ohne wirre Geschehnisse. Daß der gemeldete Stau von 6 km Länge bei meinem Eintreffen dort nicht mehr existent war (genau genommen befand sich an der gemeldeten Stelle außer mir exakt noch ein weiteres Auto in Sicht) und ebenso wie der weitere Stau von 4 km Länge (gleichfalls nicht existent) noch gut eine Stunde weiter gemeldet wurde, würde ich jetzt zwar nicht als “wirr” bezeichen, Gegenverkehr dort, wo man ihn nicht erwarten würde, allerdings schon. Der Ort des unerwarteten Auftauchens ebensolchens war eine innerorts geführte Bundesstraße mit baulich getrennten und jeweils mindestens dreispurigen Richtungsfahrbahnen (für Ortskundige: Stuttgart, B 10, Pragsattel, stadteinwärts unmittelbar vor dem Tunnel); irgendwie hat es ein Wagen der unteren Mittelklasse geschafft, auf der ganz linken (aus seiner Sicht: ganz rechten) Spur in der falschen Richtung zum Stehen zu kommen. An Bord ein altes Ehepaar, sicherlich jenseits der 70, und offensichtlich von der Aufgabe, ein Kraftfahrzeug zu steuern (und dazu noch des nachts) völlig überfordert. Glücklicherweise hielt der Van vor mir rechtzeitig an, ich konnte auch noch bremsen, und nachdem besagter Van dann an dem Hindernis vorbeigezogen war, stand auf allen drei Spuren der Verkehr, was dem Geisterfahrer dann die Flucht quer über alle Spuren in irgendeine abzweigende Seitenstraße (oder wohin auch immer, ich konnte das nicht mehr genau verfolgen) ermöglichte. Ich hoffe nur, sie haben daraus gelernt und geben morgen früh als erstes den Führerschein freiwillig ab ...
Nach einem leider nur recht kurzen Wochenende werde ich mich jetzt gleich wieder auf den Weg machen und mich und mein Auto an seinen normalen Standort zurückspedieren (und die Gelegenheit nutzen, auch und gerade sperrige Gegenstände, die man nicht gerne im Zug durch die Gegend schleifen möchte, mitzunehmen - das kommt mir insbesondere wegen der demnächst anstehenden Wochenendreise durchaus recht). Hoffen wir, daß die Straßen heute abend so frei sind wie am Freitag - möglicherweise möchten ja viele den Feiertag in der kommenden Woche nutzen, das Wochenende zu verlängern?
Saturday, October 28. 2006
Die vergangene Woche war für manchen Online-Anbieter eine ganz schwarze. Nicht nur, daß in den Webserver der DLRG eingebrochen wurde und die dort vorhandenen Daten samt des Backups mutwillig gelöscht wurden, einen kleinen Anbieter von Internetzugängen und -diensten auf im wesentlichen ehrenamtlicher Vereinsbasis hat es noch härter gebeutelt: in das von bawue.net mitgenutzte Rechenzentrum wurde eingebrochen und in erheblichem Umfang Technik entwendet oder mutwillig zerstört. Ein kompletter Ausfall der Dienste, teilweise über Tage, und erheblicher Datenverlust war die Folge, von immenser, nächtelanger Arbeit für das Admin-Team ganz zu schweigen. 
Leider wieder ein sehr trauriger Anlaß zur Mahnung und zum Überdenken des eigenen Backupkonzeptes. Der “worst case” ist oft “worse”, als man denken würde.
Heute war ein Tag der Erledigungen. Nach (etwas zu) langem Schlaf ging es zunächst auf in die Stadt, Optiker auskundschaften, und danach zum Reifendienst, um dem transferierten Fahrzeug seine Winterbereifung zu spendieren. Dort herrschte Land unter - eigentlich hätte ich um 11.30 Uhr den letzten Termin des Tages haben sollen; faktisch waren da noch vier Leute vor mir, so daß ich erst ca. 20 Minuten später an die Reihe kam, während das Telefon (wie man mir berichtete, seit kurz nach 8 Uhr morgens) ununterbrochen durchklingelte, ohne daß jemand Zeit gehabt hätte, abzunehmen, und auch in der Folgewoche von wenigen Ausnahmen alle Termine bereits dicht waren. Faszinierend. Danach habe ich dann eine Runde bei den Banken gedreht und Kontoauszugdrucker rattern lassen, bevor die Dinger wieder auf meine Kosten per Post verschickt werden (man erntet leicht böse Blicke, wenn das Gerät mit dem Drucken gar nicht mehr aufhören will und der erlösende Moment des Auswurfes der gedruckten Kontoauszüge nicht etwa das Ende der Wartezeit signalisiert, sondern die Tatsache, daß jeweils alle 10 Ausdrucke der bisherige Stapel ausgeworfen werden muß), und mir schließlich eine vermutlich zu teure Zweitbrille aufschwatzen lassen (aber Hauptsache Zweitbrille, sage ich da), um anschließend beim Ärztlichen Notfalldienst meine Termine für die nächsten Monate loszuwerden, nachdem ich - endlich - auch ein neues Paar Schuhe erstanden hatte. Zuhause eingetroffen warteten dann die Hotelbuchung für das Wochenende in 14 Tagen samt Zugreservierung, das Erledigen einiger Bestellungen, namentlich von Kalendern und Bürobedarf, dei Verlängerung meiner Nebentätigkeitsgenehmigung und noch ein paar Dinge auf mich, um den Tag recht erfolgreich abzuschließen. Immerhin weiß man dann, was man getan hat. 
Das Parkleitsystem meiner Heimatstadt ist seltsam, wird aber von dem Parkhaus des dort ansässigen Kaufhauses mühelos übertreffen. Um vorne anzufangen: Am Samstag in der Innenstadt einen Parkplatz zu erhaschen, ist nicht leicht. Insofern überraschte mich nicht, daß zwei Parkplätze nur noch 4 bzw. 9 freie Plätze auswiesen. Etwas überrascht war ich allerdings schon, daß abweichend von dieser Anzeige beide de fakto gar keinen freien Platz mehr hatten, aber etliche kreisende Fahrzeuge (soweit es sich baulich überhaupt kreisen läßt). Und nein, es handelt sich dabei nicht um Großparkplätze mit mehreren hundert Stellplätzen, sondern eigentlich rechtz überschaubare Gegebenheiten mit jeweils einer zweistelligen Zahl von Plätzen. Also entschloß ich mich im dritten Anlauf, dann eben das Parkhaus anzufahren, warb doch das Parkleitsystem dafür mit 90 freien Plätzen (wobei wohl auch hier reichlich übertrieben wurde). Die Idee hatten leider eine ganze Reihe Leute, die alle den Vorteil hatten, mir entgegenzukommen und daher rechts in die Einfahrt abbiegen zu können, wohingegen ich als Linksabbieger auf eine Lücke hoffen mußte. Als sich eine ebensolche auftat, huschte ich dann auch schnell in die dritte Warteposition. Und wartete. Und wartete. Und wartete.
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Friday, October 27. 2006
Nachdem sich allmählich der Winter nähert und ich daher meinem Gefährt gelegentlich seine Winterschuhe anziehen lassen muß, die sich allerdings noch am früheren Standort desselben eingelagert befinden, ist ein Transfer desselben unausweichlich, für den ich das nunmehr anstehende Wochenende eingeplant habe. Also ging es heute abend nicht mit dem Zug, sondern mit dem Auto in die Heimat. Was seine Vorteile hat - man muß erst später starten -, aber natürlich auch Nachteile: der Wochenendverkehr ist manchmal nervig, und ob man eine gute Stunde mit dem Zug fährt oder gut anderthalb mit dem Auto, ist auch ein gewisser Unterschied. Und natürlich muß man auch wieder zurück, was dann automatisch “am Sonntagabend” bedeutet statt montagmorgens. Zunächst habe ich daher erstmal gepackt und dann das Gefährt reisefähig gemacht - den Luftdruck der Reifen sollte man mal prüfen, die dauernd beschlagende Frontscheibe brauchte dringend eine Innenreinigung, und passenderweise war die Tankanzeige pünktlich auf dem Rückweg vom Büro auf “Reserve” umgesprungen. Alles Dinge, die sich an meiner Stammtankstelle gut erledigen lassen sollten. Also bin ich frohen Mutes zu dieser gestartet und hielt schon von weitem nach ihr Ausschau, um die Einfahrt nicht zu verpassen. Eigentlich sollte man abends die blaue Aral-Reklame ja schon von weitem sehen. Hm ... hier nach diesem Bauzaun müßte es dann eigentlich sein. Nach diesem langen Bauzaun ... Waaaah! Die haben einfach seit dem letzten Tanken meine Tankstelle abgerissen! Vandalen. - Also bin ich dann die auf der gegenüberliegenden Seite befindliche Fina-Tankstelle angefahren, habe vollgetankt, nach langem Warten dann auch jemanden gefunden, der kassieren wollte, die Frontscheibe gesäubert und mich dann auf die Suche nach einem Luftdruckgerät gemacht. Das stand etwas abseits, war aber ganz interessant und nutzerfreundlich: nichts mit “chasing the needle” und intervallartigem Belüften der Reifen, nein, man gibt ganz einfach den Sollwert ein, bestätigt, klemmt den Schlauch an den Reifen und wartet ab. Sehr bequem. 
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Thursday, October 26. 2006
Ganz kurzfristig organisiert haben wir - ToJe, Rince und ich; das Waszszaf war leider nicht abkömmlich oder nicht interessiert - uns heute Abend in einem Billardcafe getroffen und versucht, das Runde ins Eck^WRunde zu befördern, was nach einiger Akklimatisierungszeit dann auch einigermaßen befriedigend gelang. Selbst mir mit meinem eher gewöhnungsbedürftigen, von mir gerne “intuitiv” genannten Spielstil - “ich treffe eh meistens nicht dahin, wo ich ziele, also am besten immer mit möglichst viel Schwung auf eine möglichst große Ansammlung von Kugeln zielen und das beste hoffen” -, mit dem ich BTW auch Schach spiele, blieben kleine Erfolge nicht vorenthalten. Insgesamt schöne Stunden zu einem günstigen Preis. Wirr wurde es dann noch am Anschluß bei dem Versuch, mein Auto wieder aus den Klauen der nahe gelegenen Tiefgarage zu befreien: zwar war die Ausfahrtsschranke in geöffneter Stellung, aber als ehrlicher Nutzer habe ich natürlich trotzdem den Parkautomaten aufgesucht und mein Ticket bezahlt. Besser: zu bezahlen versucht. 5 EUR später merkte ich dann nämlich, daß das Gerät zwar gerne mein Geld genommen, es aber nicht verbucht hat. Erneutes Einschieben des Tickets nach Abbruch ergab dann auch nur, daß er gerne nochmal eine Zahlung gehabt hätte. Damit war dann auch der Grund für die geöffnete Ausfahrtschranke geklärt ... Trotzdem wäre wohl niemandem ein Zacken aus der Krone gefallen, wenn man an dem (soweit ich sah einzigen) Automaten einen Vermerk angebracht hätte, daß er außer Betrieb ist. Oder bin ich wirklich der einzige, der bei geöffneter Ausfahrtschranke trotzdem zu zahlen versucht? (Die Nutzer nach uns hatten die offene Schranke im übrigen gar nicht bemerkt.) Nur etwas weniger wirr ist übrigens mein Navigationsgerät: wie ich heute feststellte, verfügt es über einen Nachtmodus, bei dem nicht nur die Hintergrundbeleuchtung des Displays herabgedimmt ist, sondern auch statt blauen “Himmels” ein schwarzer “Sternenhimmel” angezeigt wird bzw. die ganze Kartenansicht sehr Ton in Ton schwarz gehalten ist - nächtlich eben. 
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